Margaret River, Freemantle, Cervantes

Nachdem wir Albany verlassen hatten, fuhren wir durch riesige Wälder nach Pemberton. Eigentlich nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach Margaret River. Aber auch Pemberton ist nicht zu unterschätzen. Dort hatte es einen ca. 60m hohen Aussichtsplattform auf einem Eukalyptusbaum. Als Treppe waren dem Stamm nach Eisenstangen reingeschlagen, auf denen man hochsteigen konnte. Da mussten wir leider passen, dafür machten wir uns auf eine kleine Rundwanderung im Walddickicht, was auch sehr eindrücklich war.

Weiter Richtung Margaret River gingen wir noch auf einen Baumtrail. Dort konnte man über Brücken auf Baumwipfelhöhe den Wald durchlaufen. Auch auf der anschliessenden Wanderung konnten wir die alten, riesigen Bäume nochmals eindrücklich erleben. In Margaret River selbst besuchten wir einen ansässige Destillery und genossen anschliessend das schöne Hotel in Strandnähe.

Auf dem Weg von Margaret River nach Freemantle besuchten wir eine Goldmine. Unglaublich, wie gross und tief die ausgehobene Grube ist. Sie bauen dort pro Tag ca. 80’000 Tonnen Gestein ab, in welchem sich 80kg Gold befindet. Sehr eindrücklich anzuschauen. Daneben befindet sich auch noch eine riesige Bauxit-Mine (für Aluminium), welche wir jedoch leider nicht besuchen konnten.

Freemantle selbst ist ein schönes Städtchen mit vielen alten Gebäuden. Da lässt es sich wunderbar flanieren. Am Abend genossen wir an einer Strandbar den Sonnenuntergang und die friedliche Stimmung.

Die letzte Station auf unserer Westaustralien-Rundfahrt führte uns nach Cervantes, ein wenig südlicher von Perth. Das Städtchen selbst hat uns nicht so beeindruckt, aber der naheliegende Nambung Nationalpark umso mehr. Dort stehen sehr viele, zum Teil mehrere Meter hohe, verwitterte Kalksteinsäulen in einer Dünenlandschaft.

Auf der Rückreise nach Perth besuchten wir auch noch den Yanchep Nationalpart, wo wir nochmals Kängurus und Koalas bestaunen konnten. In Perth gaben wir unser Mietauto wieder zurück und genossen diese friedliche Stadt und die anliegenden Strände nochmals, bevor aus nach Hause ging.

Nun sitze ich wieder an unserem Esstisch in Bülach und beende diesen letzten Beitrag unserer Australienreise. Der Rückflug war lang, doch sehr ruhig und die Freude, unsere Familie, Freunde und Bekannte wieder zu sehen, überwiegt die traurigen Gedanken, dass unsere gemeinsame Reise bereits zu Ende ist. Dass uns Zuhause sogar ein geschmückter Weihnachtsbaum (in einem aufgeräumten und sauberen Wohnzimmer!) erwartete, hat uns sehr gerührt. Wir freuen uns nun, die Festtage im trauten Kreise feiern zu können!

Wir wünschen allen besinnliche, frohe Festtage und ein gutes Jahr 2020!

Hyden, Esperance, Albany

Nachdem uns die Fähre in Freemantle abgesetzt hatte, konnten wir unser Mietauto entgegen nehmen. Wir erhielten einen Mitsubishi Outlander (praktisch identisch wie in Florida) mit Tempomat, 4WD, koppelbar mit dem Natel, sehr angenehm zu fahren!

Die erste Strecke führte uns nach Hyden. Dort bestaunten wir den Wave Rock. Eine Felsformation, welche wie eine riesige Welle ausschaut. Sehr speziell, aber auch das einzige, was in Hyden zu sehen ist. Trotzdem hat sich der Stopp sehr gelohnt.

Die Weiterfahrt brachte uns anschliessend nach Esperance, wo wir zweimal übernachteten. Direkt nach dem Einchecken im Motel gingen wir noch die nahe liegenden Strände besichtigen und waren beeindruckt. Weisser Sand und klares Wasser, sehr schön anzuschauen. Eine kleine, wunderschöne Bucht, lud zum sonnen und baden ein.

Am zweiten Tag besuchten wir den Cape Le Grand National Park. Wir bestiegen den Frenchman Peak und hatten einen tollen Überblick über die ganze Küste und den Nationalpark. Anschliessend machten wir uns zu den Stränden, gemäss Reiseführer mitunter die schönsten von Australien… Tatsächlich! Wir haben auf unserer Reise bereits sehr viele sehr schöne Strände erleben dürfen, aber der Lucky Beach hat alle Erwartungen übertroffen. In strandnähe türkis blaues Wasser, später dunkelblau, dazu der wieder in anderem Blau strahlende Himmel und alles vor dem weissen Sandstrand! Ich glaube, wir haben das Paradies gefunden! Natürlich genossen wir den Strand und das Wasser und kehrten erst gegen Abend wieder nach Esperance zurück.

Danach ging es weiter nach Albany. Wir fuhren knapp 500km, dachten im Voraus, dies würde uns anstrengen, aber das Fahren in Australien ist viel gemütlicher als bei uns in der Schweiz. Die meiste Zeit waren wir ganz alleine unterwegs und die Strassen praktisch schnurgerade. Tempomat einstellen und vorwärts gehts…

Albany selbst ist ein schönes Städtchen und auch wieder umgeben von wilder Natur. Wir bestaunten eine natürliche Steinbrücke und eine Felsenspalte, welche permanent von den Wellen des Meeres umspült wird. Die Kraft des Wassers wird einem dort richtig bewusst und dies bei „ruhiger See“ (nur ca. 2m hohe Wellen). Auch hier hatte es wieder schöne Strände, aber nach dem Lucky Beach konnten uns diese nicht mehr sehr beeindrucken.

Perth & Rottnest Island

Perth ist eine tolle Stadt. Irgendwie richtig friedlich. Nach der Zugfahrt hatten wir wieder richtig Lust, eine Stadt zu besichtigen. Perth kam da gerade richtig. Doch irgendwie war erstaunlich viel los, viele Leute sassen am Strassenrand und warteten auf etwas… bald merkten wir auch worauf: am Abend fand der Weihnachtsumzug statt… das wollten wir natürlich nicht verpassen. Also kurz zurück ins Hotel und auf ins Getümmel.

Natürlich waren wir viel zu spät für einen Platz vorne am Geschehen, doch wir konnten beim Beginn der Parade einen erhöhten Platz ergattern und so doch einen Teil der Parade bestaunen. Keine Ahnung, wie viele Gruppen da mit gemacht haben, aber es hörte nicht auch… Auch die Wagen, auf denen (mehr oder weniger) weihnachtliche Sujets gezeigt wurden, waren sehr aufwändig gestaltet und spannend anzuschauen.

Auch sonst war die ganze Stadt bereits sehr weihnachtlich geschmückt, dies bei ca. 35 Grad Celsius… Irgendwie speziell… Neben der Weihnachtsdekoration ist Perth aber auch sehenswert. Vom Kings Garden hat man einen tollen Ausblick über die Stadt und am Swan River lässt es sich herrlich flanieren. Schön, dass wir am Ende unserer Reise nochmals in dieser Stadt einen Halt machen werden.

Nach Perth ging es auf Rottnest Island. Eine Insel ca. 20km vor Perth, welche für die Quokkas (Kurzschwanzkänguru) bekannt ist. Diese kleinen Tiere, welche mit Ihrem langen Schwanz tatsächlich an grosse Ratten erinnern, sind hier überall anzutreffen.

Wir übernachteten für zwei Nächte in einem Zelt. Eigentlich sind wir uns dies ja gewohnt, trotzdem erhoffte ich mir genug Komfort… ich buchte sogar noch ein Upgrade dazu, da 3m x 3m irgendwie klein erschien… Es kam viel besser als erwartet, nicht Camping sondern Glamping war angesagt! Grosses Zelt inkl. eigenem Bad und Küche… so liess es sich sehr gut leben!

Unsere Tour auf die Insel beinhaltete Fahrräder und Schnorchelausrüstung. Damit machten wir uns auf den Weg an die herrlich weissen Sandstrände. Wir benötigten ein wenig Zeit, um mit Schnorcheln und Flossen gut umgehen zu können, tauchten aber dann immer mehr in die Wasserwelt ein. Das klare Wasser ermöglichte uns, viele Fische zu beobachten. Wirklich eine tolle Erfahrung. Auch am zweiten Tag genossen wir nochmals die schönen Strände und das warme Wetter.

Nach der Rückfahrt mit der Fähre, starten wir die letzte Etappe der Reise. Mit einem Mietauto in Richtung Süden und dann der Küste entlang wieder nach Perth. Doch davon später…

Indian Pacific Train

Eine ganz andere Erfahrung erwartete uns auf dem Indian Pacific Train. Zwei Tage im Zug quer durch Australien. Die Diesellokomotive zieht 35 Wagen, der Zug ist gesamthaft knapp 700m lang und die Strecke beträgt 2659 km zwischen Adelaide und Perth .

Bereits vor dem Start der Reise wurden wir im Zugterminal mit verschiedenen Aperitifs und kleinen Häppchen empfangen und mit einem hervorragenden Abendessen verwöhnt. Dann ging es ins Abteil, wir richteten uns gemütlich ein und um 21:30 Uhr verliessen wir den Bahnhof. Nach einem Schlummerdrink an der Bar verbrachten wir eine ruhige Nacht in unseren Doppelstockbetten.

Nach einem ausgiebigen Frühstück genossen wir die Fahrt durch verschiedene Gebiete. Zuerst fuhren wir durch das mit Büschen und Bäumen bewachsene, als Halbwüste bezeichnete Gebiet, welches wir bereits im Roten Zentum bewundern konnten. Danach trafen wir auf das Nullarbor Gebiet, praktisch kein Baum, vereinzelt mal einen Strauch, ein wenig grasartige Büschel und sonst nichts! Diese Aussicht begleitete uns den ganzen Tag. Unglaublich, rundherum bis zum Horizont unendliche Weite, wie auf dem Ozean, ein riesiges Meer, aber auf dem Land. Dazwischen ein hervorragendes Mittagessen, einen kurzen Stop in einer Geisterstadt, Nachmittags-Kaffee und alles was das Herz begehrt.

Am Abend hielten wir in Rawlinna. Einer der wenigen Bahnstationen, wo frisches Wasser und Diesel nachgefüllt werden kann. Bekannt ist der Ort auch durch seine riesige Schafsfarm. 10’000 Quadratkilometer gross und mit über 60’000 Schafen die grösste Schaffarm in Australien (wohl auch in der ganzen Welt). Das Nachtessen nahmen wir nach dem Sonnenuntergang unter einem herrlichen Sternenhimmel ein. Natürlich gab es hervorragend zubereitetes Schafsfleisch.

Auch in der zweiten Nacht haben wir hervorragend geschlafen, obwohl die Betten eigentlich relativ schmal waren und der Zug doch immer mal wieder ein wenig durchgerüttelt wurde. Nach dem Frühstück befanden wir uns bereits in der Nähe von Perth. Der Blick aus dem Fenster zeigte bereits wieder eine mit Bäumen bewachsene Landschaft, dazu bereits viele Getreidefelder. Auch einige eindrückliche Salzseen waren zu sehen.

Gesamthaft eine spannende, abwechslungsreiche Fahrt, welche uns die Grösse und die Vielfältigkeit Australiens nochmals eindrücklich aufzeigte. Wenn der Zug das nächste Mal stoppt, befinden wir uns bereits in Perth an der Westküste. Dort beginnen bereits die letzten zwei Wochen unserer Reise…

Rotes Zentrum, Uluru

Über Alice Springs haben wir wenig zu berichten. Irgendwie hatte uns die Stadt nicht überzeugt. Jolandas Geburtstag war nicht unbedingt so, wie sie sich Ihre Geburtstage vorstellt… zuerst fliegen, dann ein wenig Sightseeing in einer nicht so prickelnden Stadt und in einem knappen Mittelklassehotel übernachten… Gegessen haben wir jedoch gut, der Besuch im Royal Flying Doctors-Museum war spannend und der Drink am Abend hat vieles wieder gut gemacht 🙂 und natürlich war dies ja nur der Ausgangspunkt für unsere Reisetour zum Uluru!

Am Morgen wurden wir von einem Abenteuerbus und einer deutschsprachigen Tour-Führerin abgeholt. Gemeinsam mit Rolf aus Solothurn, waren wir die einzigen Teilnehmer. Zuerst fuhren wir nach Glen Helen. Wir hielten während der Fahrt an einigen Wasserlöchern, in welchen nur noch wenig Wasser war, aber die Leute immer noch badeten. Wir besuchten den Finke River (soll der älteste Fluss der Welt sein und einer der längsten in Australien) und ich liess es mir nicht nehmen, dort in einem permanenten Wasserloch zu baden. Das Flussbett selbst war an den meisten Stellen völlig ausgetrocknet, von River keine Spur… aber wenn es regnet, kann er scheinbar zu einem reissenden Strom anschwellen…

Am zweiten Tag fuhren wir über den Mereenie Loop (eine ca 150km lange Sandpiste) zum Kings Canyon. Eigentlich eine Wüstenlandschaft, roter Sand, aber doch viele kleine Büsche und Bäume. Obwohl immer ähnlich, war es sehr interessant, das Land so zu sehen. Auch spannend, wie die Leute dort leben, Farmen mit einigen tausend Quadratkilometern Land und auch einigen tausend Rindern, welche praktisch frei dort leben (bis sie eingefangen und verkauft werden). Auch über die Aborigines gab es einiges zu hören und zu sehen. Ein sehr aktuelles Thema in ganz Australien.
Am Kings Canyon machten wir eine ca. drei stündige Wanderung, welche uns auf das Plateau und dann ganz in den Canyon hinein führte. Tolle Felsformationen mit hohem Eisengehalt, der das Gestein rot färben lässt.

Der dritte Tag brachte uns zum Uluru (Ayers Rock). Bevor wir diesen näher betrachteten, fuhren wir zum Kata Tjuta. Eine Felsformation aus 36 einzelnen Gebirgsbrocken. Auch hier wieder eine Wanderung, welche uns zwischen die einzelnen Felsen führte und unglaubliche Eindrücke ermöglichte. Bereits ein wenig müde gings dann zum Uluru um die Farben beim Sonnenuntergang geniessen zu können.
Der Uluru alleine ist bereits äusserst beeindruckend. Inmitten einer flachen Wüstengegend erhebt sich dieser Berg. Wenn er dann noch von der untergehenden Sonne in wunderbares Rot gefärbt wird, bleibt einem schon ein wenig der Atem stehen.

Der vierte und letzte Tag sollte nochmals mit dem Highlight Uluru gestartet werden. Wir machten uns 4:45 Uhr auf Weg, den heiligen Berg noch bei Sonnenaufgang zu bestaunen. Dazu fuhren wir ganz nahe an den Berg und wanderten am Fusse des Berges der aufgehenden Sonne entgegen. Alleine der Anblick des wiederum feuerroten Ulurus hat das frühe Aufstehen gerechtfertigt. Wir liefen ganz rundherum und genossen diese Ausnahmeerscheinung nochmals in vollen Zügen. Darauf hin durften wir uns an einem tollen Frühstücksbuffet satt essen, bevor es mit einem Reisecar zurück nach Alice Springs ging.

Nun ist dieser beeindruckende Teil der Reise auch bereits wieder Vergangenheit und wir machen uns auf den Weg nach Perth. Wir fahren mit dem Indian Pacific von Adelaide quer durch Australien nach Perth. Mal schauen, was uns diese Reise alles für Erlebnisse offenbart.

Kangaroo Island

Von Adelaide ging es für drei Tage auf die Kangaroo Island. Diese ist bekannt für die vielen Tiere und die Nationalparks.

Wir wurden von einem Bus abgeholt, welcher uns durch die schöne Umgebung von Adelaide an den Abfahrtsort der Fähre transportierte. Eine abwechslungsreiche Fahrt, teilweise der Küste entlang, teilweise durch riesige Weinanbaugebiete über Hügel an vielen Schaf- und Rinderherden vorbei bis nach Cape Jervis, wo die Fähre bereits auf uns wartete. Nach einer 45 Min. überfahrt erreichten wir die Insel, wo wir direkt am Terminal das Mietauto übernehmen konnten.

Zuerst fuhren wir der Südküste entlang nach Seal Bay. Dieser Ort ist bekannt für die vielen Seelöwen. Wir buchten eine Tour mit einem Ranger, welcher uns direkt an den Strand führte. Hunderte von Seelöwen tummelten sich dort und wir konnten diese von ganz nahe aus beobachten. Tolle Eindrücke, gute Informationen und viele Fotos später ging es weiter.

Nächster Halt Vivonne Bay. Ein wenig versteckt lag der wunderschöne, weisse Sandstrand praktisch unberührt vor uns. Das klare Wasser lud uns zum Baden ein, der kalte Wind hielt uns jedoch davon ab…

Am Morgen des zweiten Tages gingen wir auf einen Koala Walk. Auch da buchten wir eine Führerin, welche die Koalas schnell in den Eukalyptusbäumen fand. Nachdem wir mit dem Camper krampfhaft Koalas suchten, bekamen wir diese nun zuhauf vor die Linse. Die Tourführerin wusste sehr viel über die Tiere zu berichten und wir konnten sehr viele Fotos schiessen. Die Tiere schlafen bis zu zwanzig Stunden am Tag, den Rest fressen Sie Blätter vom Baum und wechseln zwischen durch mal auf einen anderen Baum… auch kein schlechtes Leben 🙂

Am Nachmittag besuchten wir den Finders Chase National Park. Dort fuhren wir zum Admirals Arch wo wir neben dem speziellen Felsbogen viele Seebären sehen konnten. Ein wenig anders als die Seelöwen, jedoch von der Art her ähnlich. Anderes Fell, andere Nasenform, man konnte stundenlang zuschauen. Mehr oder weniger daneben die Remarkable Rocks. In flachem Gelände eine spannende Felsformation, spektakulär und unerwartet! Schade, dass das Wetter nicht so mitmachte, die Fotos wären noch viel spektakulärer ausgefallen. Die Eindrücke jedoch waren auch bei diesem Wetter unvergesslich.

Am dritten Tag fuhren wir der Nordküste entlang, vorbei an einigen sehr schönen Stränden mit weissem Sand, zurück zur Fährstation. Das Wetter war jedoch weiterhin nicht sehr gut und so verschoben wir das Baden auf ein anderes Mal.

Am Abend spät kamen wir wieder in Adelaide an, wo wir sehr schnell schlafen gingen. Am nächsten Tag ging es ja bereits weiter nach Alice Springs, wo uns die Tour um den Uluru erwartet…

Adelaide (Camper return)

Die letzte Nacht im Camper verbrachten wir bereits in Adelaide. Wir buchten auf dem Stadt-Campingplatz. Nicht mehr die Aussicht, welche wir am Strand geniessen konnten, dafür in der Nähe des Stadtzentrums.

Wir machten uns direkt nach der Ankunft auf, um die Stadt zu erkunden. Zu Fuss waren wir doch ca. 30 Min. unterwegs, um ins Zentrum zu gelangen. Der Weg führte durch den botanischen Garten, in welchem wir einen riesigen Schwarm Fledermäuse beobachten konnten. War doch ein wenig speziell, als über uns, wie ein Taubenschwarm, plötzlich grosse Fledermäuse flogen. Hatte ich so den Tag über noch nie gesehen.

In der Stadt selbst schlenderten wir durch die Einkaufsstrasse und erkundenten die Gegend rund um das Zentrum. Eine sehr schöne Kathedrale auf dem Weg zurück zum Camping war sicherlich ein Highlight.

Nachdem wir das letzte Mal im Camper geschlafen hatten, machten wir uns auf den Weg, um diesen abzugeben. Ich entschied mich (entgegen dem Willen von Jolanda), zuerst beim Hotel vorbei zu fahren und das Gepäck zu deponieren. In der Innenstadt war es schon ein wenig eng, aber wir hatten ja „nur“ einen mittelgrossen Caravan 🙂 . Die Abgabe selbst war simpel, auch das defekte Blinkerglas war kein Problem, der Angestellte hatte dazu nur ein müdes Lächeln übrig, er ist sich wohl anderes gewöhnt. Wir gaben den Camper mit einem lächelnden und einen weinenden Auge ab. Wir waren froh, dass wir ohne Unfall und Probleme die 2’700 km reisen konnten, aber wir haben uns auch sehr ans Schlafen im Van und auf den schönen Campingplätzen gewöhnt und hätten dies gerne noch ein wenig länger genossen.

Nach der Abgabe genossen wir nochmals Adelaide. Wir fuhren mit dem Bus auf einer Rundstrecke, besuchten das Museum und die wunderschöne Bibliothek und schlenderten nochmals durch die Innenstadt. Am Abend bewunderten wir noch einen Christbaum, auf welchem eine richtige Lichtshow gezeigt wurde. Vorweihnachten einmal ganz anders.

Weiter geht es auf die Kangaroo – Islands. Dort sollten wir viele Tiere und wunderschöne Naturlandschaften bewundern können.

Great Ocean Road

Knapp eine Stunde nach Melbourne erreichten wir das Städtchen Torquay. Hier startet die Great Ocean Road auf welche wir richtig gespannt waren. Doch bevor wir los fuhren, besuchten wir in Torquay noch die Shops von Quicksilver und Rip Curl. Beide Firmen wurden hier gegründet, nicht ganz unverständlich, da einige Minuten von hier auch der bekannte Bells Beach liegt. Ein Mekka für Surfer, welches wir natürlich nach den kurzen Stop auch besuchten. Trotz des bewölkten Himmels konnten wir einige Surfer beobachten, welche die Wellen ritten.

Dann ging es los, der grandiosen Felsenküste entlang! Unzählige Male hielten wir an Aussichtspunkten, von wo aus die speziellen Felsformationen, aber auch die schönen Strände in den Buchten zu sehen waren. In Kennett River, ein kleines Dorf am Wege, machten wir einen kleinen halt. Hier sollte es von Koalas nur so wimmeln. Dies war ein wenig übertrieben, aber immerhin haben wir zwei gesichtet… Dafür hatte es umso mehr Papageien und Gelbwangenkakadus. Fast schon eine Plage, aber trotzdem schön anzusehen.

Ein Abstecher zum Leuchtturm von Cape Otway erlaubte uns eine tolle Sicht über die Küste und wieder viele Koalas. Australien hält, was es verspricht 😉

Die Küste selbst war jedoch das Highlight dieses Reiseabschnittes. Natürlich durfte ein Besuch der zwölf Apostel nicht fehlen. Hatte dort zwar Unmengen an Touristen (natürlich wir auch…), aber diese Felsnadeln, welche im Meer drin stehen, sind schon sehr eindrücklich. Es gab jedoch noch weitere, mindestens so schöne Abschnitte, die weniger überlaufen waren. Wir besuchten sie wohl alle, sobald ein Schild auftauchte oder wir vom Reiseführer einen Stelle kannten, mussten wir dort halten. Nach drei Tagen mit unzählige Fotos und noch mehr Bilder im Kopf, war die Great Ocean Road zu Ende.

Wir fuhren weiter der Küste nach in Richtung Adelaide. Obwohl nicht mehr auf dem bekannten Strassenabschnitt, kamen wir an vielen schönen Orten vorbei und genossen die Fahrt sehr.
Wir übernachteten am Lake Albert, wo wir Unmengen an Pelikanen und Kakadus bestaunen konnten und vor Adelaide nochmals an einem herrlichen Strand bei Brighton mit Aussicht aufs Meer.

Morgen geht es dann weiter nach Adelaide, wo wir noch eine Nacht im Camper übernachten, bevor wir diesen abgeben müssen…

In Melbourne bei Nicole

Nach einigen Tagen in der Natur mit vielen Tieren, an schönen Stränden, durch riesige Wäldern war wieder einmal Stadtfeeling angesagt.

Speziell an Melbourne war sicherlich, dass wir Nicole besuchen konnten. Jemanden auf Reisen zu treffen, den man kennt, macht den Aufenthalt noch spezieller. Wir durften sogar den Camper bei Ihr auf der Einfahrt parken und hatten so einen perfekten Platz in Williamstown, ein schöner Vorort von Melbourne. Die Einfahrt war leider ein wenig eng und so lernte mich ihre Familie als schlechten Einparkierer kennen… (ramponierter Seitenspiegel… aber halb so schlimm), jetzt konnte es nur noch besser werden 🙂

Bereits nach der Ankunft fuhren wir mit Nicole in die Stadt. Sie zeigte uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und wir flanierten durch die verschiedenen Lanesways. Wirklich sehr gemütlich und teilweise sehr schön mit Wandbildern besprayt. Nach einem herausragenden Apèro an einer Rooftop – Bar (Diet Coke wurde automatisch zu Whisky Cola, was mich gar nicht gross störte 🙂 ), durften wir bei Nicole ihre tolle Familie kennen lernen, ein wunderbares Nachtessen geniessen und einen friedlichen Abend verbringen. Das haben wir sehr genossen! Schon etwas anderes, als unpersönlich in einem Restaurant zu essen!

Auch am zweiten Tag ging es nochmals in die Stadt. Nach einem gemütlichen Kaffee am Strand von Williamstown fuhren wir mit der Fähre bis ins Zentrum von Melbourne. Durch den Hafen mit den grossen Containerschiffen (kamen tolle Erinnerungen hoch) in den Fluss an der Skyline vorbei. Spannend, Melbourne von dieser Seite zu sehen. Danach gings direkt auf den Eureka Tower, von wo aus man eine wunderbare Sicht über die ganze Stadt hat. Mit einem altertümlichen Tram machten wir eine Stadtrundfahrt und spazierten dann nochmals durch die Gassen der Stadt.

Am Abend trafen wir Nicole in der Stadt auf einen Drink und gingen anschliessend gemeinsam in einem schönen Restaurant am Fluss essen. Bei Ihr zuhause liessen wir bei Tee und Dessert den Abend fröhlich ausklingen.

Bereits am nächsten Tag geht es weiter, über die Great Ocean Road in Richtung Adelaide.

Südostküste Teil 2

Nach Narooma fuhren wir der Küste nach hinunter bis nach Mallacoota. Inmitten eines Nationalparkes aber wieder am Meer… Bereits auf der ganzen Fahrt der Küste entlang haben wir viele exotische Vögel beobachten können, nun kamen auch noch Brillenpelikane (danke Gustl fürs Bestimmen) dazu. Erst wenn Sie fliegen erkennt man Ihre Grösse…

Hier haben wir auch das erste Mal Koalas gesehen. Leider hoch oben auf den Bäumen oder weit weg am Boden… Da erhoffen wir uns noch mehr…

Die nächste Etappe nach Yarram war über 400km lang und eigentlich hauptsächlich dazu da, näher an Melbourne zu kommen. Doch die Fahrt entwickelte sich als sehr abwechslungsreich. Die ersten Stunden fuhren wir praktisch immer in riesigen Nationalparks, immer in dichtem Wald. Je näher wir nach Yarram kamen, umso mehr Felder ersetzten die Waldstücke. Riesige Wiesenflächen mit vielen Rindern.

Danach gings weiter nach Phillip Island. Dort findet jeden Abend nach der Dämmerung die sogenannte Pinguine Parade statt. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Bereits am Nachmittag waren wir vor Ort und kauften Tickets. War eigentlich alles ziemlich leer, doch am Abend die Überraschung, viele Reisecars und der Besucherparkplatz praktisch voll…
Wir konnten dann um ca. 7:30pm auf die Terrasse und warteten ca. 1h auf die Pinguine. Und dann kamen sie… vom Meer aus einzeln an den Strand, dort rotteten sie sich in Gruppen zusammen und watschelten über den Sand in die Buschlandschaft, wo sie ihre Nester haben. Nicht 50, nicht 100 sondern ca. 2000 jede Nacht. Es sind zwar die kleinsten Pinguine, aber vielleicht gerade deshalb, sehr drollig anzusehen.

Die nächste Station ist ein weiteres Highlight unser Reise, wir besuchen Nicole in Melbourne…