Rotes Zentrum, Uluru

Über Alice Springs haben wir wenig zu berichten. Irgendwie hatte uns die Stadt nicht überzeugt. Jolandas Geburtstag war nicht unbedingt so, wie sie sich Ihre Geburtstage vorstellt… zuerst fliegen, dann ein wenig Sightseeing in einer nicht so prickelnden Stadt und in einem knappen Mittelklassehotel übernachten… Gegessen haben wir jedoch gut, der Besuch im Royal Flying Doctors-Museum war spannend und der Drink am Abend hat vieles wieder gut gemacht 🙂 und natürlich war dies ja nur der Ausgangspunkt für unsere Reisetour zum Uluru!

Am Morgen wurden wir von einem Abenteuerbus und einer deutschsprachigen Tour-Führerin abgeholt. Gemeinsam mit Rolf aus Solothurn, waren wir die einzigen Teilnehmer. Zuerst fuhren wir nach Glen Helen. Wir hielten während der Fahrt an einigen Wasserlöchern, in welchen nur noch wenig Wasser war, aber die Leute immer noch badeten. Wir besuchten den Finke River (soll der älteste Fluss der Welt sein und einer der längsten in Australien) und ich liess es mir nicht nehmen, dort in einem permanenten Wasserloch zu baden. Das Flussbett selbst war an den meisten Stellen völlig ausgetrocknet, von River keine Spur… aber wenn es regnet, kann er scheinbar zu einem reissenden Strom anschwellen…

Am zweiten Tag fuhren wir über den Mereenie Loop (eine ca 150km lange Sandpiste) zum Kings Canyon. Eigentlich eine Wüstenlandschaft, roter Sand, aber doch viele kleine Büsche und Bäume. Obwohl immer ähnlich, war es sehr interessant, das Land so zu sehen. Auch spannend, wie die Leute dort leben, Farmen mit einigen tausend Quadratkilometern Land und auch einigen tausend Rindern, welche praktisch frei dort leben (bis sie eingefangen und verkauft werden). Auch über die Aborigines gab es einiges zu hören und zu sehen. Ein sehr aktuelles Thema in ganz Australien.
Am Kings Canyon machten wir eine ca. drei stündige Wanderung, welche uns auf das Plateau und dann ganz in den Canyon hinein führte. Tolle Felsformationen mit hohem Eisengehalt, der das Gestein rot färben lässt.

Der dritte Tag brachte uns zum Uluru (Ayers Rock). Bevor wir diesen näher betrachteten, fuhren wir zum Kata Tjuta. Eine Felsformation aus 36 einzelnen Gebirgsbrocken. Auch hier wieder eine Wanderung, welche uns zwischen die einzelnen Felsen führte und unglaubliche Eindrücke ermöglichte. Bereits ein wenig müde gings dann zum Uluru um die Farben beim Sonnenuntergang geniessen zu können.
Der Uluru alleine ist bereits äusserst beeindruckend. Inmitten einer flachen Wüstengegend erhebt sich dieser Berg. Wenn er dann noch von der untergehenden Sonne in wunderbares Rot gefärbt wird, bleibt einem schon ein wenig der Atem stehen.

Der vierte und letzte Tag sollte nochmals mit dem Highlight Uluru gestartet werden. Wir machten uns 4:45 Uhr auf Weg, den heiligen Berg noch bei Sonnenaufgang zu bestaunen. Dazu fuhren wir ganz nahe an den Berg und wanderten am Fusse des Berges der aufgehenden Sonne entgegen. Alleine der Anblick des wiederum feuerroten Ulurus hat das frühe Aufstehen gerechtfertigt. Wir liefen ganz rundherum und genossen diese Ausnahmeerscheinung nochmals in vollen Zügen. Darauf hin durften wir uns an einem tollen Frühstücksbuffet satt essen, bevor es mit einem Reisecar zurück nach Alice Springs ging.

Nun ist dieser beeindruckende Teil der Reise auch bereits wieder Vergangenheit und wir machen uns auf den Weg nach Perth. Wir fahren mit dem Indian Pacific von Adelaide quer durch Australien nach Perth. Mal schauen, was uns diese Reise alles für Erlebnisse offenbart.

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